Gewinner Politikaward 2006
Kampagnen von politischen Institutionen

Die Berliner SPD wurde für ihren Wahlspot "Pflügers Friends" zur Berliner Abgeordnetenhauswahl als Sieger der Kategorie "Kampagnen von politischen Institutionen" geehrt. Den Politikaward nahm Frank Stauss, Chef der ausführenden Agentur Butter, in Empfang.
Kampagnen von öffentlichen Institutionen

Die EU-Informationskampagne Österreichs gewann den Politikaward in der Kategorie "Kampagnen von öffentlichen Institutionen". Die österreichische Regierungssprecherin Heidemarie Glück freute sich über den Preis, den sie stellvertretend für die Bundesregierung mit nach Österreich nahm.
Kampagnen von gesellschaftlichen Institutionen

Sieger in der Kategorie "Kampagnen von gesellschaftlichen Institutionen" war die Imagekampagne zur Fußball-WM 2006 "Deutschland - Land der Ideen". Die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft setzten die erfolgreichste Imagekampagne in der Geschichte der Bundesrepublik unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler um. Den Preis nahmen Mike de Vries, Geschäftsführer des FC Deutschland, und Lutz Meyer von der beauftragten Agentur Scholz & Friends Agenda entgegen.
Public Affairs

Den Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen zeichnete die Jury für sein Volksbegehren zur Wiedereinführung des Blindengeldes in der Kategorie "Public Affairs" aus. Zum ersten Mal in der Geschichte des Blindenwesens in Deutschland konnte durch dieses politische Mittel das zunächst abgeschaffte Blindengeld in Niedersachsen wieder eingeführt werden. Die Laudatorin Susanne Kastner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, würdigte in ihrer Laudatio den Geschäftsführer des Verbandes, Hans-Werner Lange. Dieser hatte die Kampagne mit seinem Team ohne Beteiligung von Agenturen umgesetzt.
Corporate Social Responsibility

In der Kategorie "Corporate Social Responsibility" gewann die Shell Jugendstudie. Die Publikation hatte eine breite Diskussion in Gesellschaft, Medien und Politik über die Hoffnungen, Ängste, Ideale und Wünsche der jungen Menschen in Deutschland angestoßen. Kurt Döhmel, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Shell, nahm den Politikaward in Empfang.
Aufsteiger des Jahres

Der neue Oberbürgermeister von Tübingen Boris Palmer gewann den Politikaward 2006 in der Kategorie "Aufsteiger des Jahres". Er hatte bei der Wahl im Oktober bereits im ersten Durchgang überraschend mit 50,6 Prozent der Stimmen gesiegt. Der Bundesvorsitzende der Grünen, Reinhard Bütikofer, hielt die Laudatio auf den 34-Jährigen.
Kampagnenmanager des Jahres

Bernd Bauer, der Kopf hinter der Imageoffensive "Du bist Deutschland", wurde mit dem Politikaward als Kampagnenmanager des Jahres ausgezeichnet. Der ehemalige Kommunikationschef von Bertelsmann, der jetzt für das Bankhaus Sal. Oppenheim spricht, organisierte den Zusammenschluss von 25 Medienunternehmen und zahlreichen namhaften Agenturen und Dienstleistern. Er schuf damit eine der größten und erfolgreichsten Social-Marketing-Kampagnen in Deutschland, was der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher in seiner Laudatio würdigte.
Lebenswerk

Der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily ist Preisträger des Politikaward 2006 für das Lebenswerk. Die Laudatio hielt der Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, Hans Werner Kilz. In der Begründung der Jury hieß es: Von Otto Schily werde man in Zukunft sagen, dass er noch ein Typ war, Kerl, Querkopf, unberechenbar, aber hart in der Sache, kontrovers, bisweilen herrisch, doch auf ansprechendem Niveau stets unterhaltsam, ein Politiker eben, wie es ihn heute nicht mehr gebe.